Gibt es eigentlich noch Möglichkeiten zum Steuern sparen?

Grundsätzlich gilt, dass nur derjenige Steuern einsparen kann, der auch relativ viele Steuern zu entrichten hat. Die früheren Steuersparmöglichkeiten sind leider stark eingeschränkt worden. Hier mal ein Überblick.

Durch die progressive Versteuerung in Deutschland ist die Besteuerung jedes Euros der Einkünfte unterschiedlich. Für Geringverdiener, deren Jahresgehalt unter 7.000 Euro liegt, gilt, dass sie keinerlei Steuern zu entrichten haben. Anschließend steigt der Steuersatz kontinuierlich an, bis zum Spitzensteuersatz von 48,5 %, der bei einem jährlichen Einkommen von 55.000 Euro bzw. 110.000 Euro (ledig/verheiratet) zu entrichten ist.

Mit geschlossenen Fonds Steuern sparen

Somit gilt, dass nur derjenige erheblich Steuern sparen kann, der auch über ein hohes Einkommen verfügt. Die Steuerersparnis fällt umso geringer aus, je niedriger das Einkommen ist. Durch die verschiedensten Steuersparmodelle kann die Steuerlast gesenkt werden. Allerdings lohnen sich riskante Anlagen nicht für diejenigen, die  über ein relativ geringes Einkommen verfügen.

Grundsätzlich geht es bei den Steuersparmodellen darum, die Steuerlast zu senken, indem man in Projekte investiert, die zunächst erhebliche Verluste ausweisen. Dennoch sollen sie zu einem späteren Zeitpunkt rentabel weiterbetrieben werden. Bei allen Steuersparmodellen gilt jedoch: man muss darauf achten, dass die jeweilige Anlage auch rentabel genug ist, denn sonst kann dies unter Umständen zu erheblichen Verlusten führen, die auch durch die Einsparung von Steuern nicht auszugleichen sind.

Die Steuerersparnis bei den Steuersparmodellen ergibt sich durch Abschreibungen und Verlustzuweisungen. Werden bei der jeweiligen Anlageform sehr hohe Investitionen getätigt, deren Verrechnung mit dem eigenen Einkommen möglich ist, so spricht man von der Verlustzuweisung. Eine Amortisierung der Investition ergibt sich erst sehr langsam.

Zu den beliebten Steuersparmodellen in diesem Hinblick gehören zum Beispiel Medienfonds, Ökostromfonds, Schiffsfonds und Windparks. Über die verschiedenen Formen der Investmentfonds findet man hier viele gute und ausführliche Informationen.

Nur Gewinne und Verluste in einer Einkommensart zu verrechnen

Allerdings muss gesagt werden, dass Einschränkungen bezüglich der Steuersparmöglichkeiten bei Medienfonds, Ökostrom- und Schiffsfonds, gerade in jüngster Zeit getroffen wurden. Heute ist es nicht mehr möglich die Verlustzuweisungen mit allen Arten der Einkünfte zu verrechnen. Die Verluste dürfen heute nur noch mit den Gewinnen aus ähnlichen oder gleichartigen Fonds verrechnet werden.

Als Alternative bietet sich der Kauf eines Altbaus an, welcher saniert werden muss. Die Sanierungskosten können in den ersten acht Jahren mit jeweils neun Prozent und in den darauf folgenden vier Jahren mit jeweils sieben Prozent bei der Steuer geltend gemacht werden. Allerdings muss hierbei natürlich ein geeignetes Sanierungsobjekt gefunden werden – und das zu einem akzeptablen Preis.

Auch die Rentenmodelle Rürup und Riester können für erhebliche Steuereinsparungen sorgen. Wie man mit der Riester Rente oder Rürup Rente Steuern sparen kann, darüber kann man sich hier ausführlich informieren.

Wer sich für ein Steuersparmodell interessiert sollte sich hierüber ausreichend informieren. Vor allem, weil sich in diesem Bereich ständig Änderungen, aufgrund von neuen Gesetzen ergeben.